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Vor dem Hintergrund des Antrags der 1945 wiedergegründeten DPG auf Aufnahme in die IPV kommt es auf dem Zürcher Kongress zu einem Eklat unter den deutschen Referenten Carl Müller-Braunschweig und Harald Schultz-Hencke. Der Antrag wird vertagt, die Auseinandersetzungen um dieses Ergebnis führen in der DPG zur Spaltung und Gründung der DPV 1950, die prompt Zweiggesellschaft der IPV wird. Die Autorin vertritt die These, dass die als Zürcher Kontroverse bekannt gewordenen Ereignisse die im Nationalsozialismus etablierten Kräfteverhältnisse zur Darstellung bringen, die sich seit 1945 kaum verändert hatten. Mit zwei Porträtskizzen wird umrissen, wie sich die Stellung Müller-Braunschweigs und Schultz-Henckes unter dem Einfluss des Nationalsozialismus entwickelt hat. Anhand der Situation der Berliner Nachkriegspsychoanalyse wird die Kontinuität dieses Kräfteverhältnisses akzentuiert. Im Lichte dieser Vorgeschichte werden die beiden Vorträge abschließend untersucht.