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Die Arbeit beleuchtet die Beiträge von Melanie Klein, Herbert Rosenfeld und Paula Heimann am ersten IPV-Kongress nach dem Zweiten Weltkrieg, welche wichtige theoretische Entwicklungen in der britischen Psychoanalyse während der Kriegsjahre dokumentieren. Die Konzeptualisierung der paranoid-schizoiden und der depressiven Position als zusätzlicher Dimensionen der Freudschen Strukturtheorie eröffneten einen klinischen Zugang zu Spaltung und Projektion und von daher zu psychotischem Funktionieren und verfeinerten die Wahrnehmung für präsymbolische, performative Aspekte des psychoanalytischen Materials. Am Kongress stießen die Beiträge der Gruppe auf beträchtliches, jedoch auch hoch ambivalentes Interesse. Die Autorin stellt dieses Rezeptionsphänomen in den Kontext der historischen Situation, wo Krieg, Exil und Shoa bei vielen der Teilnehmer in unterschiedlicher Weise tiefe Spuren hinterlassen hatten und Freuds Tod und die Diaspora erhebliche Anforderungen stellten. Im letzten Teil der Arbeit wird die klinische Vignette in Paula Heimanns Arbeit zum Ausgangspunkt genommen, um Heimanns und Kleins Auffassungen von Gegenübertragung noch einmal genauer zu betrachten. Die Autorin kommt zum Schluss, dass zu diesem Zeitpunkt ihre beginnenden Differenzen nicht so sehr wie bisher angenommen auf der konzeptuellen Ebene lagen, sondern ihren Ursprung eher in ihrer komplexen Beziehung hatten, die ihrerseits von Emigration und Exil stark geprägt war.