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»Die Psychoanalyse wird mindestens jedes Jahrzehnt einmal totgesagt und ist in der Zwischenzeit in der Krise« (I, S. 596). So beginnt ein Essay der Kritikerin Caroline Neubaur, veröffentlicht 2004 in der Süddeutschen Zeitung. Einer der vielen Essays, der unzähligen Essays, die über Jahre, verstreut in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, erschienen sind. Fast alle kreisen um die Psychoanalyse, dieser, wie Neubaur sagt, »unmöglichen« Disziplin, »die Königin aller Unmöglichen« (S. 596). Nun liegen die Essays, zusammen mit Berichten, Artikeln und Rezensionen, gesammelt vor - Arbeiten aus vier Jahrzehnten. Ein dreibändiges, opulentes Werk mit dem Titel Der Psychoanalyse auf der Spur. Wenn es nicht so pathetisch klingen würde, könnte man sagen -: mit diesen Bänden ist ein Lebenswerk zu besichtigen.
Der erste, 2008 erschienene Band versammelt Berichte über Tagungen und Kongresse der nationalen und internationalen psychoanalytischen Vereinigungen, die zwischen 1975 und 2007 geschrieben wurden, daneben Artikel, die aus verschiedenen Anlässen entstanden sind: Porträts, Würdigungen, Aufsätze. Der zweite Band, 2012 publiziert, umfasst Rezensionen aus den Jahren 1971 bis 2011. Im dritten Band, 2017 veröffentlicht, werden die Rundfunkessays von 1980 bis 2009 präsentiert. Die Bände umfassen insgesamt 2.705 Seiten, sie sind mit einem Namenregister versehen und enthalten Vorreden von Klaus Heinrich, Ulrich Raulff und Luca Giuliani. Fürwahr illustre Namen, die die Bände mit Lobreden eskortieren. Ist das nötig? Gelungener und interessanter ist das »kollektive Nachwort« im ersten Band, das, wie es heißt, »verdiente Kongreßteilnehmer« (I, S. 611) beigesteuert haben: Hermann Beland, Friedrich-Wilhelm Eickhoff, Ludwig Haesler, Marianne Leuzinger-Bohleber, Bernd Nissen, Gerhard Schneider und Winfried Trimborn.
Caroline Neubaur hat diesen Akteuren, die sie über die Jahre auf den psychoanalytischen Kongressen kennengelernt hat, Fragen vorgelegt, Fragen, die allesamt unter dem Tenor: »Q