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Eddy de Wind, Jahrgang 1916, jüdischer holländischer Arzt und später Psychoanalytiker, meldet sich 1942 freiwillig zur ärztlichen Tätigkeit in dem ostholländischen Lager Westerbork, nachdem seine Mutter dort inhaftiert und ihm versprochen worden war, nicht weiter deportiert zu werden. Er hatte das Angebot unter der Bedingung angenommen, dass nicht nur er, sondern auch seine Mutter nicht weiter verschleppt würden. Das stellt sich als fingiertes Versprechen heraus. Als er in Westerbork ankommt, war seine Mutter am Tage vorher nach Auschwitz abtransportiert worden. Eddy arbeitet mit der jungen Krankenschwester Friedel Komornik zusammen. Sie verlieben sich ineinander und heiraten im Lager. Am 14. September 1943 werden beide nach Auschwitz deportiert.
Seine Erfahrungen dort schildert Eddy gleich nach Abzug der SS, während er noch ärztlich im Lager tätig ist, in einer zufällig gefundenen Kladde. Es ist ein einzigartiges Zeitzeugnis, geschrieben unmittelbar nach der Befreiung im Lager.