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Das nun vorliegende ist das bisher gewichtigste Buch über Freuds Italienreisen. Neben den 2002 veröffentlichten Reisebriefen (Freud 2002b) konnte D'Angelo auch auf die in den Sigmund Freud Papers der Library of Congress befindlichen und inzwischen auch zugänglichen Notizbüchlein Freuds zurückgreifen, die zusätzliche Informationen zu den Reisen zwischen 1901 und 1913 liefern.
In einer ausführlichen Einleitung behandelt D'Angelo neben Ausführungen zum »Gegenstand dieser Recherche« Freuds Italienreisen aus psychoanalytischer und aus literarischer Sicht.
Der Hauptteil des Buches unter der Überschrift »Das ersehnte Italien« ist der minutiösen Beschreibung der Reisen zwischen 1895 und 1923 gewidmet. Besonders die Rekonstruktion der Reisen in den Jahren 1906 und 1907 hat von Freuds Notizbüchlein profitiert. So konnte D'Angelo eine Reise nach Viareggio vom September 1906 nachvollziehen, von der bisher nur die vage Absicht zur Kenntnis genommen worden war. Besonders bereichert wurden unsere Informationen zu Freuds Romaufenthalt im September 1907. Zwar finden sich dazu relativ viele Details in den Reisebriefen (Freud 2002b, S. 213-236), aber Freuds Einträge in seinem Notizbüchlein gehen über die Informationen, die er an seine Familie sandte, hinaus. So hat er eine Reihe von Selbstreflexionen festgehalten, wie z. B. nach dem Besuch eines Antiquitätenhändlers: »Warum habe ich […] eines der Gläschen umgeworfen und zerschlagen, nachdem ich dem Mann versichert, ich sei sehr geschickt, mir passire nichts? Ich glaube, zur Entwertung meiner Dinge, mir kommt alles, was ich habe, hier so klein vor. und mein »Incognito« hilft dazu mit. Komme aus herben gierigen Stimmungen hier nicht heraus.« Oder: »Hauptergebniß des Römischen Aufenthalts, daß ich mir winzig klein vorkomme und alles meinige wertlos.«
In einem dokumentarischen Anhang sind Freuds Italienreisen tabellarisch aufgelistet, u.a. mit Reisegefährten und den Quellen in Freuds Werken, Briefen und Notizbüchlein. Ergänzt wird diese Tabe