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Mit dem zweisprachigen Band (Beiträge wie Buchtitel in deutscher und französischer Sprache) führen die Autorinnen und Autoren in Leben und Werk Lou Andreas-Salomés ein und weisen auf das in der MedienEdition Welsch gerade entstehende Gesamtwerk dieser in der Psychoanalyse- und Literaturgeschichte wichtigen Schriftstellerin und Psychoanalytikerin hin;
ein ambitioniertes und verdienstvolles Projekt, zumal einige der wichtigen Schriften Andreas-Salomés inzwischen nur noch schwer zu erhalten sind. Dezidiert gehen die Beiträge über die vom ersten Nachlassverwalter Ernst Pfeiffer edierten Werke hinaus. Dieser hatte beispielsweise im 1966 erstmals veröffentlichten Briefwechsel zwischen Andreas-Salomé und Sigmund Freud die darin enthaltenen - teilweise sehr intimen - Bemerkungen Freuds über seine Tochter Anna Freud nicht veröffentlicht - Anna starb ja auch erst 1982. Wie sie auf die Bemerkungen ihres Vaters über sie gegenüber Andreas-Salomé reagiert hätte, bleibt ebenso offen für Assoziationen wie der Einfluss des Vaters Sigmund auf die Inhalte der 400 (!) Briefe Andreas-Salomés an die Tochter Anna. Brigitte Spreitzer, die Autorin des Kapitels über Lou und Anna, behauptet, Lou halte die erotische Metaphorik, »die das Stricken und Häkeln zwischen ihnen annimmt, durchaus am Laufen - man könnte sagen, während Anna sie zu bestricken versucht, verstrickt Lou Anna in ihre eigene Projektion auf Sigmund«. (203) Die zitierten Briefe zeigten auch, dass Lou wesentlichen Anteil daran gehabt habe, dass Anna sich ab 1924 schwerpunktmäßig der Pflege und schließlich dem Nachlass ihres Vaters gewidmet habe (204f.) - was Lous Identifizierung mit Sigmunds Interessen unterstreiche.
Pfeiffer hatte auch den 1934 von Andreas-Salomé geschriebenen Text »Mein Bekenntniß zu Deutschland« nicht veröffentlicht, der in diesem Band gegen den dezidierten Wunsch Lous erstmals publiziert (231ff.) und von Romana Weiershausen (243ff.) kommentiert wird. Lou schildert ihre Sehnsucht nach Deutschland als junge F