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Dem bedeutenden Psychoanalytiker Herbert Rosenfeld (1910-1986) war 2015 das Heft 56 von Luzifer-Amor gewidmet, ausgehend von einer Tagung des Psychoanalytischen Instituts Nürnberg-Regensburg am 5. Oktober 2014 anlässlich seines einhundertsten Geburtstages. 2020 gaben Karin Johanna Zienert-Eilts, Wolfgang Hegener und Johann Georg Reicheneder einen Sammelband über ihn heraus, auch mit dem Anspruch, vor allem das von ihm ausgearbeitete Konzept des destruktiven Narzissmus auf aktuelle klinische und politische Themen zu übertragen. Die unter anderem von seiner Tochter Angela Rosenfeld, einer Gruppenanalytikerin, geschilderte Lebensgeschichte, die bereits in dem Luzifer-Amor-Heft zu lesen war, zeigt die klassische Biografie einer durch die NS-Verfolgungen massiv unterbrochenen bürgerlichen Laufbahn, aber auch Wiederbegegnungen mit Deutschland nach 1945, nicht zuletzt mit Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen. Dessen Direktor war stark nationalsozialistisch engagiert und er habe sich nach 1945 persönlich bei Rosenfeld dafür entschuldigt, wobei gerade dieses Schreiben bedauerlicherweise nicht auffindbar ist. Eindrucksvolle Fotos, sowohl von der Familie als auch mit Kollegen, sowie von Urkunden runden die biografischen Ausführungen ab. Bemerkenswert ist, dass alle drei Kinder sich selbst einer Analyse unterzogen, Psychoanalyse und Familie waren existentielle Grundlagen für Herbert Rosenfeld.