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Zusammenfassung
Den von Kurt R. Eissler in den 1950er Jahren durchgeführten Interviews mit Herbert Graf (»kleiner Hans«), dessen Vater Max Graf und dem Schriftsteller Robert Scheu können wichtige Informationen zu zwei Patientinnen Freuds aus der Zeit vor 1900 entnommen werden. Die bislang unbekannte der beiden, Helene Stiasny, war etwa 1894 bei Freud in Behandlung, ihre Freundin Olga Hönig, die Mutter des »kleinen Hans«, ab 1897. Die jungen Frauen hatten ihren jeweiligen Jugendlieben, Max Graf und Robert Scheu, von Freud erzählt, wodurch die Männer Interesse für die Psychoanalyse entwickelten. In beiden Behandlungen erteilte Freud Ratschläge, ob seine Patientinnen angesichts ihrer psychischen Erkrankung eine Ehe eingehen sollten. Während Olga Hönig Max Graf heiratete und eine Familie gründete, blieb Helen Stiasny unverheiratet. Im Erwachsenenalter entwickelte sich bei ihr eine schizophrene Erkrankung, und sie verbrachte das letzte Jahrzehnt ihres Lebens in einer psychiatrischen Klinik.