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Im diesem Band versammelt der Herausgeber wieder vier psychoanalytische Arbeitsbiographien. Beitragende sind je ein ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV), ein frühes Mitglied und langjähriger Vorsitzender des Berliner Karl-AbrahamInstituts und die Lehrstuhlinhaberin des ersten Hochschulinstituts für Psychoonkologie in Deutschland. Allesamt sind sie Lehranalytiker, Supervisoren und Grundlagenforschende im Bereich der Psychoanalyse sowie ihrer nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Anwendungen in der breiten Versorgung der Bevölkerung mit analytischen Psychotherapien, die von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern finanziert werden.
Der Band enthält also vier Beiträge zur Aktualgeschichte der Psychoanalyse nach ihrer Verstümmelung und Zerschlagung durch den nationalsozialistischen Kulturbruch. Er zentriert auf ihren Wiederaufbau, auf die explosionsartige Einrichtung von Lehrstühlen und Ausbildungsinstituten an westdeutschen Standorten. Es entsteht ein dichtes Geschichts- und Nachschlagewerk für zahlreiche Anwendungen und Grundannahmen der psychoanalytischen Wissenschaften. So ist eine Anwendung die Kulturanalyse des Nationalsozialismus und seiner strukturellen Weiterungen, deren Folgen für die nächste und übernächste Generation, des alten und neuen religiösen Fanatismus, der Fremdenfeindlichkeit, der rechtsextremen Gewalt und des Terrorismus. Mit solcher Nutzung der Psychoanalyse entstehen neue Forschungsgebiete, z. B. das umfängliche Gebiet der Psychosomatischen Medizin bis hin zur Psychoonkologie - zuvor ein Stiefkind der Medizin. Es kommt zur neuen Öffnung der Psychoanalyse hin zur Trauma-Forschung. Sei es am individuellen, sei es am kollektiven Bewusstsein, an der frühkindlichen Psyche allgemein und besonders an Kriegskindern bzw. Kindern von Tätern und Mitläufern.
Genau darauf vertieft der Rezensent die Aufmerksamkeit des Lesers: Die Lebensprojekte der vier Beitragen