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Im Vorwort, das den Titel »Ein tätiges Leben« trägt, erklären die Herausgeberinnen ihre Motivation zur Sammlung der Arbeiten der Kinderpsychoanalytikerin Anne-Lise Stern. Deren Ziel war es, ihre »Erfahrung aus der Deportation« den Mitgliedern der Lacanschen Bewegung, zu der sie seit den 1950er Jahren gehörte, aber auch allgemein der eigenen und den nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen. Ihr Selbstverständnis war das einer Übermittlerin einer zentralen Erfahrung, die besonders dem Verständnis des Erlebens hospitalisierter Säuglinge und Kinder dient. In der Einleitung wird auch die Biografie Anne-Lise Sterns im Rahmen einer überaus kenntnisreichen Darstellung der zeitgeschichtlichen Zusammenhänge nachgezeichnet. Wir erfahren z. B., wie es möglich war, dass sie sich als Psychoanalytikerin in der Studentenbewegung engagierte und diese nicht - wie sonst bei ihren Kollegen üblich - distanziert analysierte.