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Dieser Beitrag schildert die engen Beziehungen zwischen zwei Familien, die sich über viele Jahre in unterschiedlichen Kontexten begegneten. 1899 hatte Sigmund Freud Fanny Bardas in analytischer Behandlung. Ihr Sohn, Willy Bardas, ein damals bekannter Pianist und Musikwissenschaftler, eignete sich psychoanalytische Konzepte an und verwendete sie in seinen Publikationen, u. a. in der Zeitschrift Imago. Auf der anderen Seite hatte Ernst, der Sohn Freuds, engen Kontakt zur Familie Bardas gehalten und auch Anna, Freuds Tochter, erwähnte »Ernst und Willy« in ihren Briefen.
Aus heutiger Sicht könnte die Vermischung von freundschaftlicher Verbindung mit therapeutisch-professionellen Beziehungen befremdlich erscheinen. Es ist interessant, dass die damals Beteiligten aber keine Grenzverletzungen empfunden hatten.