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Durch die Verknüpfung verschiedener editorischer Anmerkungen zu publizierten Freud-Briefen wird zunächst klargestellt, dass sich einige Hinweise Freuds auf eine Freundin und Patientin von ihm auf Fanny Bardas beziehen, die er ab 1899 behandelte. Daraus erwächst eine Untersuchung von Fannys frühem Leben, einschließlich der Geschäfte ihres ersten Manns und ihrer Ehe mit Moritz Bardas. Dank dieser Befunde lassen sich weitere Rückschlüsse über die Träumerin in Freuds posthum veröffentlichtem Manuskript »Eine erfüllte Traumahnung« von 1899 ziehen und so die Details des von Freud beschriebenen Falls weiter ausarbeiten. Der zweite Teil des Aufsatzes bietet eine ausführliche theoretische Erörterung der mit Freuds Text verbundenen Schwierigkeiten und von dessen Schicksal. Es wird untersucht, inwieweit Freuds Verschiebung des Schwerpunkts seiner Überlegungen zu der Annahme, dass
es sich um einen Fall von Erinnerungsstörung handelte, darauf hindeutet, das das Thema des Textes von 1899 gar nicht war, was es zunächst zu sein schien: Der Traum verschwindet.
Sigmund Freud, Fanny Bardas and the vanishing dream.