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Ich freue mich, dass Christfried Tögel (2023) der Argumentation meines Artikels über das Kassa-Protokoll, das bisher fälschlicherweise Freud zugeschrieben wurde, zugestimmt hat, und weiß es zu schätzen, dass er die Fairness meiner Kritik an seiner eigenen früheren Arbeit (Tögel 2006) vorbehaltlos anerkennt. So gesehen wäre unser Austausch an ein Ende gelangt, hätte Tögel nicht neue Vermutungen über die Provenienz des Kassa-Protokolls vorgelegt, die einen Kommentar geradezu herausfordern, weil sie Prinzipien der historiographischen Arbeit berühren.
Tögel schlägt eine Alternative zu meiner These vor, die gelautet hatte: Da das Buch zwar Freuds Namen auf dem Einband trägt, aber nicht von ihm stammt, diente die falsche Aufschrift höchstwahrscheinlich dem Zweck, einen potenziellen Käufer zu täuschen, war also eine Fälschung. Tögels Alternative hat zwei miteinander zusammenhängende Aspekte. Zum einen bietet sie eine »weniger spektakuläre« Interpretation, derzufolge die Beschriftung auf dem Einband in gutem Glauben von jemandem vorgenommen worden sein könnte, der meinte, das Buch beziehe sich auf Freuds Praxis. Dann wäre sie ein Irrtum, aber keine Fälschung. Diese Vermutung verbindet Tögel mit einer Identifizierung des wahren Verfassers des KassaProtokolls - Dr. Hermann Teleky, Freuds alter Freund und Tarock-Partner - und gelangt so zu einer Erzählung, wie das Kassa-Protokoll über Hermanns Sohn Ludwig in die Hände von Stefan Kanitz gekommen sein könnte, der es im ehrlichen Glauben, das Buch stamme von Freud, an Eissler übergab.
In der Tat habe ich die Möglichkeit, von der Tögel ausgeht: dass jemand die Beschriftung im guten Glauben vornahm, das Kassa-Protokoll stamme von Freud, nicht explizit erörtert. Das hat den einfachen Grund, dass ich mir keinen plausiblen Kontext vorstellen konnte, in dem jemand so etwas tun würde, es sei denn als Teil eines Versuchs, einen vielleicht skeptischen Anderen zu überzeugen, was per se auf ein nicht ganz makelloses Motiv hindeutet. Zum Verg