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In den letzten Jahren sind bedeutende Geschichten der Psychoanalyse bzw. Psychotherapie erschienen, die eine jeweils eigene Herangehensweise zum Thema wählen. Unabhängig vom Zugang haben diese Arbeiten eines gemein: Sie arbeiten mit einem theoretischen Gerüst, formulieren eine übergreifende These oder verbinden Freuds Lehre mit bestimmten historischen Entwicklungen der Zeit. So meint Eli Zaretsky (Secrets of the Soul) zeigen zu können, dass die Psychoanalyse einem nach Innen gerichteten Individualismus den Weg ebnete. Uffa Jensen (Wie die Couch nach Kalkutta kam) wählt einen globalgeschichtlichen Ansatz, um die Psychoanalyse als Emotionstechnik vorzustellen, die »heiße« Gefühle wie Liebe, Hass, Verlangen und Angst in andere, weniger affektive Bahnen lenken wollte. Für Veronika Fuechtner (Berlin Psychoanalytic) war das kulturelle Leben der Weimarer Republik untrennbar mit psychoanalytischen Diskursen über Nerven, Sexualität und Verbrechen verbunden. Die Wissenschaftshistoriker John Forrester und Laura Cameron (Freud in Cambridge) erspüren in ihrem Buch die allmähliche Verbreitung Freudscher Ideen in der britischen Universitätsstadt. In seiner Wissensgeschichte der Therapeutisierung fragt Jens Elberfeld (Anleitung zur Selbstregulation) danach, wie aus anfänglich medizinischen Behandlungsmethoden diverse Formen der Arbeit am eigenen Selbst werden konnten. Dagmar Herzog (Cold War Freud) schließlich greift viele dieser (geistesgeschichtlichen, transnationalen, wissensgeschichtlichen) Ansätze auf, um gesellschaftliche Paradigmenwechsel anhand psychoanalytischer Vorstellungen von Sexualität, Aggression, Trauma und Schuld nachzuspüren.
Auf eigenem Weg ist das bedeutendste Werk zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland, eines der wichtigsten Werke zur Geschichte der Psychoanalyse überhaupt und auf absehbare Zeit der Referenzpunkt für alle, die sich mit beiden Themen beschäftigen wollen (und die deutsche Sprache beherrschen). Man wird in Zukunft vom »Schröt