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Im schriftlichen Nachlass von Harald Schultz-Hencke1 befinden sich auch Teile seiner Tagebuchaufzeichnungen. Sie umfassen die Jahre 1916-1919, 1938-1946 und 1949 sowie Einzelaufzeichnungen aus den Jahren 1926/27, 1935/36 und 1948.
Die Tagebuchaufzeichnungen Schultz-Henckes wurden wenige Jahre nach ihrer Entdeckung aufgeteilt: Der Großteil ging an Regine Lockot, die diesen Bestand wiederum an die DPG weiterreichte, unter deren Verwaltung er bis heute im Bundesarchiv in Koblenz steht (BAK, B 363). Ein kleinerer Teil, die Tagebücher von 1926/27, von 1938 bis 1946 und aus dem Jahr 1949, wurde zu Auswertungszwecken Gerd Böttcher übergeben,2 der mir, dem Herausgeber, gestattete, Kopien zu verfertigen. Nach dem Tod von G. Böttcher im Jahre 2016 übergab mir seine Erbin die Originale.
Im Nachlass fehlen Tagebuchblätter für eine ganze Reihe von Jahren. Über die diesbezüglichen Ursachen lassen sich nur Vermutungen anstellen. Infrage kommen Kriegsverluste, da Schultz-Henckes Wohnhaus im Zweiten Weltkrieg Brandschäden erlitten hatte. Infrage kommt auch ein Versuch Schultz-Henckes, zumindest einen Teil seiner Tagebuchnotizen in Maschinenschrift überführen zu lassen, wobei sie dann möglicherweise vom Ort der Überführung nicht mehr zurück in den Nachlass gelangten und verloren gingen. Diese Überlegung ergibt sich aus dem Fund eines maschinenschriftlichen Tagebucheintrags vom 13.12.1948 unter dem Kürzel »Dr. SH/Hg«. Steht »Dr. SH« für Schultz-Hencke, so verweist die Abkürzung »Hg« auf Hildegard Hannig, eine Sekretärin am Zentralinstitut für psychogene Erkrankungen der Versicherungsanstalt Berlin.3 Sie dürfte die Abschrift der Notiz vorgenommen
Zur Geschichte des Nachlasses vgl. Theilemann 2024a (in diesem Heft, S. 8).
Böttcher, Gerhard (1927-2016): Psychoanalytiker, langjähriger Vorsitzender des Instituts für Psychotherapie Berlin. Eine erste Auswertung der Tagebuchaufzeichnungen durch Böttcher und H. Klautsch erfolgte auf der DPG-Tagung 1992
Zur Geschichte des Nachlasses vgl. Theilemann 2024a (in diesem Heft, S. 8).
Böttcher, Gerhard (1927-2016): Psychoanalytiker, langjähriger Vorsitzender des Instituts für Psychotherapie Berlin. Eine erste Auswertung der Tagebuchaufzeichnungen durch Böttcher und H. Klautsch erfolgte auf der DPG-Tagung 1992