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Mit der Entdeckung und Beschreibung der Konversion gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwarf Sigmund Freud das erste psychoanalytische Psychosomatik-Konzept. Es zeigte sich im Folgenden rasch, dass dieses Konzept bei seelischen Störungen, die die inneren Organe mit einbezogen, nur eine begrenzte Reichweite hatte. Harald Schultz-Hencke - Psychiater und Psychoanalytiker - spielte seit den 1920er-Jahren eine bedeutsame Rolle für die Entwicklung einer psychosomatischen Medizin in Deutschland. In seiner antriebspsychologischen Neurosenlehre nimmt er vielfach Bezüge zu den inneren Organen an. Seine Konzepte sind ich-psychologisch geprägt und weisen Parallelen zu den damals formulierten psychosomatischen Ideen von Franz Alexander auf. In dieser Arbeit werden vor allem zwei zentrale Konzepte Schultz-Henckes für die Psychosomatik erörtert: das Gleichzeitigkeitskorrelat und sein Konzept der Intentionalität.
The significance of Harald Schultz-Hencke's neoanalytic concepts for psychosomatics