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Seit 1999 geben Gerhard Wittenberger und Christfried Tögel nach und nach die Rundbriefe des »Geheimen Komitees«, des inneren Kreises der engsten Mitarbeiter und Freunde um Freud, heraus. Nun ist der fünfte und letzte Band der Reihe erschienen, ein Nachtragsband mit weiteren 76 Briefen, die zwischen Oktober 1927 und Januar 1936 geschrieben wurden. Es korrespondieren in dieser Zeit Ernest Jones, Johan van Ophuijsen, Max Eitingon, Sandor Ferenczi (bis zu seinem Tod am 22.5.1932) und Anna Freud, die zuweilen ihre Zeilen vom Vater diktiert bekommt. Es sind 13 Briefe aus 1927, 19 aus 1928, 7 aus 1929, 3 aus 1930, 4 aus 1931, 3 aus 1932, 12 aus 1933, 12 aus 1934, 2 aus 1935 und einer aus 1936 erhalten. Im September 1927 hatte in Innsbruck der 10. Psychoanalytische Kongress stattgefunden, auf dem sich das »Geheime Komitee« eigentlich auflöste und zum Vorstand der IPV wurde: »Eitingon wird Präsident, Ferenczi und Jones Vizepräsidenten, Anna Freud - Sekretär; Johann van Ophuijsen Kassierer« (S. 7). Es scheint jedoch weiterhin ein Bedürfnis nach der exklusiven Kommunikation untereinander bestanden zu haben, da Jones im Oktober 1927 bereits den ersten Brief
an die alte Komitee-Gruppe schickt und auch einige Jahre später, als die Briefe zeitweise weniger wurden, sehr um eine Fortführung des schriftlichen Austausches bittet.
Die längsten, dringlichsten und auch meisten Briefe werden von Johan van Ophuijsen geschrieben, der als Erster 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sofort alarmiert ist und sich große Sorgen um die Berliner Gruppe macht. Er rät Eitingon zur Abreise und fährt eigens nach Berlin, um seiner Sorge Ausdruck zu verleihen und sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Über Eitingon schreibt er danach: »Ich habe ihn sehr ruhig gefunden nur nicht in jeder Hinsicht ganz vorsichtig« (S. 132). Das zweite große Thema Ophuijsens, dem lange Briefpassagen gewidmet sind, ist sein Zerwürfnis mit seiner ersten holländischen psychoanalytischen Gruppe, d