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Der vorliegende Band vermittelt dem Leser einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Gruppenanalyse. Mit seinen 455 Seiten präsentiert er eine breite Sammlung von 16 Autobiografien deutschsprachiger Gruppenanalytiker und -analytikerinnen, die jeweils ihr Wirken und ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen darlegen. Jeder einzelne Protagonist teilt intime persönliche Erfahrungen und Reflexionen über seine Kindheit mit und zeigt, wie diese Prägungen seine Arbeit beeinflusst haben. Die Lebenswege der Autoren spiegeln die Vielfalt der Wege zur und in der Gruppenanalyse wieder sowie den Beitrag, den jeder von ihnen zur Gestaltung und Entwicklung des Feldes geleistet hat. Auf diese Weise zeichnet das Buch ein lebendiges Bild von der Entstehung und Entwicklung der modernen Gruppenanalyse im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig stellt es Verbindungen zur gesellschaftlichen Entwicklung in Ost und West sowie zu Einflüssen aus anderen Ländern her.
Den Herausgebern, Ludger M. Hermanns und Ulrich Schultz-Venrath, gelingt es, herausragenden Persönlichkeiten der Gruppenpsychotherapie eine Stimme zu geben. Ihr Weg zur Gruppenanalyse war oft nicht vorhersehbar, und der Berufswunsch, Gruppenanalytiker zu werden, lange Zeit gar nicht vorhanden. Ihre Texte sind vielfältig wie ein bunter Blumenstrauß. Es entsteht eine Art Gesamtkomposition, in der jede Darstellung auf ihre Weise zum Verständnis der Frage »Was ist Gruppenanalyse?« beiträgt. Die Autoren beschreiben die Welt, in die sie hineingeboren wurden und die sie geprägt hat, so dass auch die Leser dazu ermutigt werden, immer wieder neue Perspektiven einzunehmen. Aus den verschiedenen Erzählungen wird deutlich, dass die Gruppenanalyse während des Zweiten Weltkriegs entstanden ist und dass diese Zeit für die ersten (Gruppen-)Erfahrungen prägend war.
Der Leser lernt die Wirkmechanismen in Gruppen kennen und wird darauf aufmerksam gemacht, wie tief und hilfreich die Reflexionsfähigkeit einer Gruppe sein kann. Basierend auf den E