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Die Beiträge des Schwerpunkts in diesem Heft wurden auf der Tagung »1924-2024. Zum VIII. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Salzburg. 100 Jahre danach« des Salzburger Arbeitskreises für Psychoanalyse (SAP) am 27. April 2024 vorgetragen und hier leicht modifiziert publiziert.1 Die Tagung war von der Frage geprägt, was 1924 diskutiert wurde und wie wir die damaligen Themen aus heutiger Sicht betrachten. Anders gesagt: Was ist noch state of the art, wohin haben wir uns entwickelt? Dazu haben sich die Referent:innen 2024 einzelne Vorträge von 1924 angesehen und darüber nachgedacht bzw. zentrale Themen des Diskurses in und um die Psychoanalyse aufgegriffen und über den Kontext der Tagung von 1924 hinaus ins Heute eingebettet.
Den Beginn macht Thomas Radauer, der in seinem Beitrag »1924: Was damals in der Luft lag. Eine kleine psychohistorische Einordnung« versucht, die Institutionalisierungsgeschichte der Psychoanalyse ab 1908, über die Gründung der IPV 1910, die Trennungen von u. a. Adler und Jung, der damit junktimierten Gründung des »Komitees« und der ab 1922 zunehmenden privaten und fachlichen Distanzierung der Achsen Rank-Ferenczi und Abraham-Jones-Sachs-Eitingon aufzuzeigen. Der Kongress von 1924, der der erste ohne Freuds Präsenz war, hatte so einen Nachfolgekampfcharakter für die Zukunft der Psychoanalyse nach Freuds Tod. Es kam dann beim Kongress 1924 zu einer Konfrontation mit überraschend mildem Verlauf. Der folgende Beitrag von Michael Schröter mit dem Titel »Turbulente Vorgeschichte - friedlicher Ablauf: Die Theorie- und Technik-Diskussion auf dem Salzburger Kongress 1924« befasst sich mit dem großen Kongressthema, dem Verhältnis von Theorie und Technik in der Psychoanalyse. Rank und Ferenczi veröffentlichten kurz vor dem Salzburger Zusammentreffen ihr Werk Entwicklungsziele der Psychoanalyse und Rank sein Das Trauma der Geburt, welche massive Kontroversen auslösten. In feinsinniger Weise zeichnet Michael Schröter die einzelnen, zum Teil bissig-su