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Auf dem VIII. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Salzburg 1924 präsentierte sich der damals 27-jährige Arzt und Psychoanalytiker Wilhelm Reich als Pionier der empirischen Sexualforschung. In seinem Vortrag »Weitere Bemerkungen über die therapeutische Bedeutung der Genitallibido« skizziert er eine libidotheoretisch begründete Diagnostik zum vorliegenden Stand der Genitalorganisation und kommt zum Schluss, nur im Falle des Erreichens der »vollen orgastischen Potenz« im Rahmen des Koitus könne bei beiden Geschlechtern von erfolgter Heilung durch Psychoanalyse gesprochen werden.
Im letzten Teil ihres Artikels kommt die Referentin auf gegenwärtige, paradoxe Phänomene bzw. Diskurse rund um Sexualität, Geschlecht, Identität usw. zu sprechen.