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Helmut Bach (1922-2002)2 begann seine psychoanalytische Weiterbildung 1949 in Berlin am Institut für Psychotherapie, das in hohem Maße von Harald Schultz-Hencke geprägt war. Er hatte einen starken Einfluss auf die Psychoanalyse in Deutschland und kannte Schultz-Hencke noch persönlich. In seiner Darstellung der Persönlichkeit Schultz-Henckes geht es einerseits um das Lebenswerk eines umstrittenen Psychoanalytikers und andererseits um die schwierige Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland während und nach der Nazidiktatur. So verdichtet sich in der von Bach beschriebenen Rezeption Schultz-Henckes eine mehr als 50-jährige Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland bis hinein in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Dazu gehört nicht zuletzt, dass Schultz-Hencke ein Wegbereiter für die Krankenkassenfinanzierung psychotherapeutischer und psychoanalytischer Behandlungen im Gesundheitswesen der BRD war, von der auch jene profitierten, die seine neopsychoanalytischen Ideen ablehnten. Innerhalb der DPG und ihrer Ausbildungsinstitute wurden nach dem Krieg zwar lange Zeit Schultz-Henckes Ideen beibehalten, aber dann doch zunehmend ergänzt - und auch verlassen - durch Bezugnahmen auf die klassische Psychoanalyse Freuds und ihre Weiterentwicklungen. Friedrich Beese, ein enger Freund von Bach und selbst noch in Lehranalyse bei Schultz-Hencke, hatte später als DPG-Vorsitzender jene Entwicklung eingeleitet, die zur Wiederaufnahme der DPG in die IPV führte. Helmut Bachs lebendige Schilderung zeigt die Schwächen der Neopsychoanalyse von Schultz-Hencke (unzureichendes Konzept der Übertragungsprozesse) ebenso wie die seiner Zeit weit vorauseilenden,
Der Text wurde zuerst veröffentlicht in DPG Intern, August 1997. Die Wiederveröffentlichung erfolgt mit Zustimmung von S. Grüner und der DPG. - Für den obigen Abdruck wurden einige Schreibfehler im Original stillschweigend korrigiert und die Interpunktion bisweilen präzisiert. Die Anmerkungen wurden bewus
Der Text wurde zuerst veröffentlicht in DPG Intern, August 1997. Die Wiederveröffentlichung erfolgt mit Zustimmung von S. Grüner und der DPG. - Für den obigen Abdruck wurden einige Schreibfehler im Original stillschweigend korrigiert und die Interpunktion bisweilen präzisiert. Die Anmerkungen wurden bewus