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»Nicht Kunst und Wissenschaft allein,Geduld will bei dem Werke sein«
Freud kannte und sprach verschiedene Sprachen (Anzieu 1986). Er übersetzte selbst aus dem Englischen (John Stuart Mill) wie aus dem Französischen (Charcot; und 1938 Topsy, das ihrem Hund gewidmete Büchlein der Prinzessin Marie Bonaparte). Auch lagen ihm die Übersetzungen seiner Werke sehr am Herzen (siehe z. B. Freud 2016).
Groddeck seinerseits stellte implizit die Frage der Übersetzung, indem er bei verschiedenen Gelegenheiten von der »Sprache« des Es oder des Unbewussten redete, z. B. in seinen Beiträgen auf den internationalen psychoanalytischen Kongressen in Berlin (1922) und in Bad Homburg (Groddeck 1922, S. 492; 1925, S. 157, 161). Noch 1928 schreibt er, wie Michael Giefer in seiner Einführung zum Briefwechsel Groddeck-Ferenczi zitiert: »Der Arzt muß die Sprachen des Es nicht nur verstehen, er muß sie selber sprechen, mit Bewußtsein sprechen. Dann wird sich in ihm auch die Fähigkeit ausbilden, zu dem Kranken in der Sprache des Unbewußten und Vegetativen zu reden« (Ferenczi u. Groddeck 2006, S. 24).
Im Licht der neueren Linguistik können wir sagen, dass Übersetzung immer dann ins Spiel kommt, wenn wir eine Nachricht von jemand Anderem erhalten, selbst wenn er unsere Sprache spricht, denn er spricht sie auch dann auf seine Weise (Jakobson 2008; Paz 1984; ). Für den Analytiker kommt noch eine Art kommunikative Asymmetrie hinzu, da er zumindest teilweise nicht das Recht hat zu erwarten, dass der Andere seine »Sprache« übersetzt, während er die Pflicht hat, sich so weit wie möglich der »Sprache des Anderen« anzunähern.
Wenn die Übersetzung fehlt, wird die Sprache eine Schranke , die leicht vergessen lässt, um es mit Groddeck zu sagen, dass »Leute auch hinter den Bergen wohnen« (Groddeck 1925, S. 150). In solch hinterlistiger Absicht wollte Jones den wichtigen Aufsatz von Ferenczi über »Sprachverwirrung zwischen den Erwachsenen und dem Kind« nic