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Im Februarheft des Jahrgangs 2024 der Psyche ist ein 27-seitiger Rezensions-Essay über mein Buch Auf eigenem Weg. Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland bis 1945 (Schröter 2023) erschienen. Es war ein Verriss, geschrieben in einem süffisant-abschätzigen Ton, der in einer wissenschaftlichen Diskussion befremdet. Diese ablehnende Besprechung war für mich besonders bitter, weil ich von 1993 bis 2015 jedes Jahr mindestens einen Beitrag in der Psyche veröffentlicht hatte, darunter einige Vorarbeiten zu meinem jetzigen Buch. Die Wahl des Rezensenten, Wolfgang Martynkewicz, muss ich als Fehlgriff ansehen. Dass es in der Vergangenheit professionelle Zusammenstöße zwischen uns beiden gab, mag von minderer Bedeutung sein. Entscheidend ist, dass Martynkewicz zwar ein produktiver wissenschaftshistorischer Schriftsteller, aber durchaus kein ausgewiesener Kenner der Psychoanalysegeschichte ist und sich mit den organisations-, professions- und rezeptionsgeschichtlichen Zusammenhängen, von denen mein Buch handelt, nie erkennbar beschäftigt hat. Die Psychoanalyse als Psychotherapie, die bei mir im Zentrum steht, liegt außerhalb seines Interessenfelds. Entsprechend beschränkt im Horizont und fehlerhaft in der Sache fiel sein Essay aus. Im Übrigen nutzte er die Gelegenheit, um seine negative Einstellung zur Psychoanalyse kundzutun (bes. S. 179), so dass man sich wundert, dass ihm ausgerechnet die Psyche den Raum dafür gab.
Nun ist es nicht leicht, für ein so umfangreiches, spezialistisches Werk wie das meine einen geeigneten Rezensenten zu finden, zumal viele Sachkenner Teile meines Manuskripts gelesen hatten, so dass sie in meiner Danksagung vorkommen und damit als Autoren ausfielen; gut möglich, dass die Redaktion mit ihrer Wahl einfach Pech hatte. Aber ihr Fehlgriff wäre vermeidbar gewesen. Gerade, weil sich die Rezensentensuche in solchen Fällen schwierig gestalten kann, ist es gängige Praxis, dass eine Redaktion Anregungen zu möglichen Kandidaten einholt. Solche A