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Erneut fand das Symposion als hybride Veranstaltung in den Räumen der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin statt und war mit 70 TeilnehmerInnen in Präsenz und 20 weiteren online gut besucht. Nur nimmt leider das Durchschnittsalter der Kerngruppe zu, ohne dass genug jüngere KollegInnen die von unserer Generation erlebte Leidenschaft für die Geschichte der Psychoanalyse teilen, und daran teilnehmen – obwohl z. B. das Symposion an der IPU stattfindet.
Zum vierten Mal sprach Jan-Hendrick Olbertz, Präsident der IPU, an der seit 2020 das Symposion stattfindet, das Grußwort. Er erinnerte daran, dass das Archiv zur Geschichte der Psychoanalyse seit 35 Jahren besteht, und die IPU selbst seit 15 Jahren. Nachdem die erste Freud-Vitrine »lost and found« in der IPU-Bibliothek am 6. Mai 2024 vorgestellt worden war, kündigte er für heute Abend die Vernissage der zweiten Vitrine an. Das, worüber er sich am meisten freute, war die Reakkreditierung der IPU durch den Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre sowie die durch die Senatsverwaltung erhaltene Verleihung des Promotionsrechts – ein Erfolg, wie er sagte, von »immenser Bedeutung«. Daraus erhoffe er sich auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit unserer Gruppe.
Andrea Huppke führte den Ehrengast des Symposions, den britischen Historiker der Psychoanalyse Matt ffytche von der University of Essex, mit einer Laudatio ein. Im Jahr 2016 wurde er Nachfolger des berühmten Historikers der Psychoanalyse, John Forrester, als Herausgeber der Zeitschrift Psychoanalysis and History. Dank seines großen Einsatzes, der interdisziplinären Ausrichtung der Zeitschrift und der Unterstützung seiner MitherausgeberInnen Dagmar Herzog, Camille Robics, Hannah Zeavin und Danny Nobus (London) gelang es ihm, drei statt zwei Hefte im Jahr zu produzieren. Von den drei Heften von 2024, welche Andrea Huppke zusammenfasste, erinnere ich gerne an das Heft über den umstrittenen britischen Analytiker Masud Kahn , was Matt ffytche dazu veranlasst