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Sigmund Freud war in den Jahren ab 1895 bestrebt, eine allgemeine, »hinter das Bewusstsein führende« Theorie des Psychischen zu entwickeln. Seine Metapsychologie sollte naturwissenschaftlich sein, was für ihn hieß, dass Psychisches auf Physisches – letztlich auf Mechanik – zurückgeführt werden musste. Mit diesen Anforderungen war Freud in eine schwierige Situation geraten, die als ein Trilemma beschrieben werden kann. Der Entwurf von 1895 dokumentiert sein Scheitern daran. Ab Sommer 1898 bekam er jedoch durch die Lektüre von Grundtatsachen des Seelenlebens (1883) und zweier weiterer Schriften des Philosophen und Psychologen Theodor Lipps wichtige Denkimpulse: Es können drei theoretische Schritte ausgemacht werden, die nicht nur den Ausweg aus dem Trilemma bedeuten, sondern die Freuds Begriff vom Unbewussten und dessen Rolle in der Psychologie nachhaltig prägten.– Die Auffassungen von Theodor Lipps können als wichtige Einflüsse auf die Entwicklung der psychoanalytischen Theorie angesehen werden.
Unconsious and psychology – Sigmund Freud receives Theodor Lipps