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Hans Molinski ist auf verschiedene Weise für die Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland wichtig. Er kann als Pionier und Begründer der psychosomatischen Gynäkologie in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden, der zusammen mit anderen Lehrstuhlinhabern maßgeblich die Etablierung einer psychosomatischen Arbeitsweise in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe umsetzte. Für die qualitative Sozialforschung (in der Medizin) hat er zudem eine bemerkenswert innovative, kreative und methodisch überzeugende Feldforschung ab den späten 1960er-Jahren an der Düsseldorfer Frauenuniversitätsklinik vorangetrieben. Zugleich ist er für die Geschichte der Psychoanalyse im Rheinland bedeutsam, weil er letztlich ein relationales, intersubjektives Denken in Ausbildung und Lehre in der dortigen institutionalisierten psychoanalytischen Landschaft nach der Rückkehr aus seinem mehrjährigen ausbildungsbezogenen USA-Aufenthalt u. a. bei H. S. Sullivan auf eine eigene Weise eingeführt hat. Es wird herausgearbeitet, dass Hans Molinski ein Transatlantiker war, der in die rheinische institutionelle Psychoanalyse in Form eines verkrusteten, damals mit sich beschäftigten und zugleich tief verunsicherten Ausbildungsinstitutes (als gesellschaftliche Objektivation) mit einer späteren orthodoxen Abwehrform eine damals moderne Psychoanalyse aus seiner Perspektive als ein Rückkehrer einbrachte. Er sorgte für Diskursanschlüsse, Debatten über Theorie und Technik einer auch psychodynamisch-psychiatrischen Behandlungslehre in Psychosomatik und Psychoanalyse im Rheinland. Alle diese Aspekte sollen anhand von Oral-History-Interviews mit Zeitzeugen seines Wirkens, aber auch anhand von Archivalien und seinen Schriften in dieser Arbeit dargestellt werden.
Hans Molinski as a transatlanticist and pioneer of gynecological psychosomatics.