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Der Buchtitel ist Teil der Metapher von Martin Buber, welche die Verfasserin als Motto vorausschickt. Sie umschreibt einfühlsam die komplexe Situation des Erziehens und Erzogen-Werdens: Gegenstand und Anliegen der Autorin. Die Bremer Diplompsychologin und promovierte Diplomsozialwissenschaftlerin publiziert – stets die Psychoanalyse integrierend – in den Gebieten Arbeitsmedizin, Bevölkerungspolitik und Biografieforschung.
Der erste, empirische Teil umfasst die Historiografie der psychoanalytischen (Sozial-)Pädagogik (im Weiteren: PsaPäd) als einer nach dem Ersten Weltkrieg von Freuds Wien ausgehenden, die »Schwarze Zwangs- und Strafpädagogik« überwindenden, vom Faschismus zerstörten, dann wiederbelebten und bis heute aktiven Bewegung. Die inhaltliche Fülle der zahlreichen, berichteten Initiativen der Anwendung von Psychoanalyse in pädagogischen und sozialpädagogischen Bereichen lässt hier nur einige Schlaglichter zu.
Die Autorin beginnt mit Freuds eigenen Schriften zum Thema Erziehung und Kindesentwicklung, auf die sich die Pionier*innen der PsaPäd. Sándor Ferenczi , Ernest Jones , Hermine Hug-Hellmuth beziehen. Nach dem Weltkrieg knüpfen Projekte von weiteren Zeitgenoss*innen Freuds daran an: Sigfried Bernfeld, August Aichhorn, Anna Freud, Fritz Redl, Rudolf Ekstein sowie die neu gegründete Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik . Berichtet wird die lebhafte, durchaus euphorische Erkundung des Neulands: die revolutionär zu nennende Verknüpfung psychoanalytischer Entwicklungstheorie
mit der Psychodynamik der Klienten, der Handelnden und vor allem der je professionellen Interaktion. Und zwar in den relevanten Bereichen Kinder- und Heimerziehung, Schule, Fürsorgeerziehung und Strafvollzug, vielfach noch informell assoziiert mit klinischer Psychoanalyse in ihren Frühformen. Besonders bedeutsam: milieutherapeutische Ansätze wie die von Ernst Federn und Bruno Bettelheim – beide später mehrjährig in Buchenwald inhaftiert. In den 30er-Jahren kam es nach dem anfängli