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Der im folgenden mitgeteilte kasuistische Beitrag mag seine Darlegung an dieser Stelle durch das ihm eigentümliche Zusammentreffen verschiedener Merkmale rechtfertigen, dessen Erörterung vielleicht einem fachlichen Interesse begegnen wird.
Der Fall ist zunächst dadurch charakterisiert, daß er der therapeutischen Alltäglichkeit entnommen ist und so auch jenes übliche Mit- und Ineinander von exogenen Störungsfaktoren und inneren Schwierigkeiten bot, das in einer notwendigerweise glättenden und vereinfachenden Darstellung immer zurückzutreten pflegt. Weiter darin, daß die in der Überschrift ausgesprochene Frage mindestens im ersten Drittel der Behandlung noch offen blieb und sich erst innerhalb der fortschreitenden Analyse auf das Bestehen einer Schichtneurose hin klären ließ, die ihren wesentlichen Ausdruck in einem Konversionssymptom fand. Erst nach der diagnostischen Sicherstellung ließ sich dann anschaulich verfolgen, wie eine tief reichende, zur Krise drängende seelische Gärung ein Organsystem als vehiculum benützt, das ein somatisches Entgegenkommen bot, indem es soeben einem stofflichen Krankheitsgeschehen unterlegen war. Ferner ist bemerkenswert, daß diese Störung eine Persönlichkeit von überdurchschnittlichen Qualitäten betrifft, der alle Züge eines hysterischen Charakters fehlen. Schließlich wird sich zeigen, daß die einer endlichen Klärung des Krankheitsbildes dienenden Träume von ungewöhnlicher Reichhaltigkeit und Prägnanz waren, so daß an ihrer Hand das Fortschreiten der analytischen Entwicklung deutlich zu verfolgen ist.
Zur organischen Vorgeschichte darf berichtet werden, daß die Patientin, eine damals vierzigjährige unverheiratete Assistentin an einem wissenschaftlichen Institut, früher, außer gelegentlichen Gallenkoliken und schon lange bestehenden dysmenorrhoischen Beschwerden, im ganzen gesund war. Sie erkrankte im Spätsommer 1943 mit den Erscheinungen eines fieberhaften Infekts beziehungsweise eines subakuten Gelenkrheumatismus. Anschließend kam es z