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Das Mitteilungsblatt der PSYCHE hat die Aufgabe, über Stand und Entwicklung der Psychotherapie in Deutschland in Kürze zu berichten, um damit allen an der Tiefenpsychologie interessierten Kreisen die erste Orientierung über den äußeren Rahmen zu ermöglichen, in welchem sich die Entwicklung unserer Wissenschaft nach der großen Wende vollzieht.
Im Endkampf um Berlin im Mai 1945 brannte wenige Tage vor der Kapitulation das Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie“ bis auf die Grundmauern nieder, mitsamt seiner Einrichtung und all dem, was an sichtbaren Arbeitsergebnissen vorlag. Keimzelle dieses Instituts war die einst von der Psychoanalytischen Gesellschaft errichtete Lehranstalt mit ihrer 1920 eröffneten Poliklinik gewesen, die dann beide nach 1933 „im Zuge der Gleichschaltung“ in das obengenannte Institut als tragendes Gerüst mit allen ihren Einrichtungen eingegliedert worden waren. Durch Zusammenschluß sämtlicher tiefenpsychologij-scher Arbeitseinrichtungen war dann dieses Institut allmählich zur zentralen Sammelstelle der Psychotherapie nicht nur für Berlin, sondern auch für ganz Deutschland geworden.
Bereits drei Wochen nach dem Zusammenbruch erfolgte die Neubegründung unter dem Namen „Institut für Psychopathologie und Psychotherapie“ unter Leitung von Schultz-Hencke, während Kemper unverändert die Leitung der Poliklinik innehatte. Bei den anfangs einfach trostlosen Verhältnissen bedeutete die so frühe Wiedererrichtung von Institut und Poliklinik und ihre Fortführung eine außerordentlich schwierige Aufgabe, für die einem kleinen Stab von Mitarbeitern aufrichtiger Dank gebührt; zumal deshalb, weil nach Fortfall der bisher für die großzügige Finanzierung des alten Institutes maßgeblichen Reichsstellen sich — unter Berufung auf die katastrophale Finanzlage Berlins — keine der nun zuständigen Stellen auch nur zu einer bescheidenen finanziellen Unterstützung unserer Arbeit bereit fand. Neben der Tätigkeit der Poliklinik für Erwachsene sowie der für Kinde