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Für den Historiker gibt es — in dem Sinne, daß irgendeine Persönlichkeit zur Erreichung eines bestimmten Zieles beigetragen hat — Helden; für den Künstler kann und soll es — im Hinblick auf die Verbundenheit dieser Persönlichkeit mit allen Erscheinungen des Lebens — keine Helden geben: für ihn darf es nur Menschen geben. Der Historiker ist zuweilen genötigt, die Handlungen einer geschichtlichen Persönlichkeit einer Idee, die er in diese Persönlichkeit hineingelegt hat, unterzuordnen, wobei der Wahrheit mitunter übel mitgespielt wird. Der Künstler sieht im Gegenteil in der Isoliertheit der Idee selbst einen Widerspruch zu seiner Aufgabe, und er bemüht sich — nicht etwa die und die bekannte Persönlichkeit zu schildern, sondern einzig und allein den Menschen zu verstehen und zu zeigen.
Des Historikers Sache sind die Resultate eines Ereignisses, Sache des Künstlers ist das Faktum des Ereignisses selbst. Der Historiker, der eine Schlacht beschreibt, sagt: die linke Flanke dieser und dieser Armee bewegte sich in der Richtung auf dieses und dieses Dorf, schlug den Feind, wurde aber gezwungen, zurückzuweichen; sodann ritt die Kavallerie den Feind über den Haufen und dergleichen mehr. Der Historiker kann nicht anders reden. Für den Künstler haben solche Worte indes nicht den mindesten Sinn, denn sie berühren das Ereignis selber nicht. Der Künstler leitet seine Vorstellung von einem geschehenen Ereignis entweder aus seiner eigenen Erfahrung oder aus Briefen, Notizen und Erzählungen her, und sehr oft (zum Beispiel bei einer Schlacht) erweist sich das Fazit aus der Tätigkeit dieser und dieser