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Woran es liegt, daß Klages weit mehr als Verkünder einer romantisierenden, lebenverherrlichenden und geistfeindlichen „Weltanschauung“ und einer naiven „Hypostasenmetaphysik“ denn als bahnbrechender Psychologe, der insbesondere die wesentliche Begründungsarbeit für die moderne Charakterologie und Ausdruckskunde geleistet hat, in das Zeitbewußtsein gedrungen ist, mag hier auf sich beruhen. Zu seinem Künderlum kann man sich zustimmend oder ablehnend verhalten: der Wahrheitsgehalt seiner Forschungen bleibt davon weitgehend unabhängig; und es ermangelt durchaus der Objektivität, wenn sich nach wie vor viele Psychologen mit dem Hinweis auf jene „Weltanschauung“ um die ernsthafte, kritische Kenntnisnahme der Klagesschen Leistungen meinen herumdrücken zu dürfen. Diese Leistungen in den wesentlichen Punkten zusammenzufassen und in ihrer möglichen Fruchtbarkeit für Biologie und Medizin zu zeigen, war Frauchigers Absicht. Deren Realisierung ist ihm ganz ausgezeichnet gelungen. Nach einer knappen Charakterisierung der von Klages repräsentierten Forscherhaltung referiert der Verfasser an den drei Grundfragen der Biologie: Entstehung der lebenden Zelle, Entstehung des Menschen, Verhältnis von Leib und Seele, die von Klages gegebenen Lösungen und grenzt sie - freilich etwas summarisch - gegen andere ab. Darauf folgt die Darstellung der Klagesschen Charakter- und Ausdruckskunde, schließlich die ihrer Fruktifikation in der Neurologie, Psychopathologie und Psychotherapie (merkwürdigerweise subsumiert