You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verfasser berichtet über den weiteren Verlauf einer schon in der „Zeitschrift für die gesamte Neurologie“ (Bd. 174) beschriebenen Paranoia: Ein im ersten Weltkrieg beinamputierter Lehrer entwickelt nach allgemeineren nervösen und psychischen Störungen nach einem Jahrzehnt einen sensitiven Beziehungswahn mit systematisierender Tendenz, der sich mit starken hypochondrischen Verstimmungen verband. Aus einem immer leidenschaftlicher werdenden Rachegefühl gegenüber dem weiblichen Geschlecht tötete er ein ihm unbekanntes Mädchen. Der in Verbindung mit der Bluttat geplante Selbstmord wurde verhindert. — Dem Verfasser gelang in der nachfolgenden Behandlung die Erschütterung der Paranoia. Der Kranke genas, litt nun aber sehr unter seiner Tat und resignierte schließlich wegen seines weiteren Aufenthalts in einer geschlossenen Abteilung. Nach Erschöpfung seiner Geduld erhängte sich der Patient. Diese Tat sei nicht als Rückfall aufzufassen sondern psychologisch durchaus einfühlbar. — Die Arbeit ist ein bemerkenswerter Versuch zur psychologischen Deutung einer Psychose.