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Die Arbeit gibt einen guten Überblick besonders für jüngere Psychologen und Ärzte, die die Namen Freud, Adler, Jung und ihre Forschungsrichtungen in den Jahren des Dritten Reichs nur in geringem Ausmaß und zumeist verzerrt kennenlernen konnten. Sie ist darüber hinaus eine bemerkenswerte kritische Auseinandersetzung eines Schülers Schultz-Henckes mit dendrei Hauptrichtungen der Tiefenpsychologie. Haseloff versucht aufzuzeigen, daß außer der Individualität Freuds, Adlers und Jungs jeder von ihnen auch typischer Exponent seiner Zeit war. Die heutige „Neopsychoanalyse“ (Schultz-Hencke) stellt nach Ansicht des Verfassers den am weitest fortgeschrittenen Versuch zur Synthese der drei Theorien dar. Im Mittelpunkt dieses Versuchs steht die Lehre von den menschlichen Gehemmtheiten. Die heutige Tiefenpsychologie würde immer deutlicher Teilgebiet einer aktuellen beziehungsweise kommenden Anthropologie. Gerade wegen dieser Ausweitung seien Prägnanz der Bezeichnung und Präzision der logischen Verknüpfung unbedingt erforderlich.