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Als Grundlage dieser Arbeit dienten dem Verfasser die Lehre vom Unbewußten Freuds und die Arbeiten Lévy-Bruhls über die Denkweise des Primitiven. Er will die bedeutenden Analogien zwischen der kindlichen und primitiven Denkart herausstellen ohne sie zu identifizieren. Auch das rationale Denken bezeichnet er, wie das des Kindes und der Primitiven, als eine mehr oder weniger entwickelte Form des unbewußten Denkens, wie es die Psychoanalyse beschreibt. In diesem Sinne werden drei verschiedene Stufen des Denkens unterschieden, das unbewußte, das egozentrische und der Introspektion unfähige des Kindes und das rationale Denken. Der wichtigste Unterschied ist die Rolle des Affektiven, welche beim unbewußte Denken am größten ist. Das unbewußte Denken vollzieht sich in Bildern und bleibt der „Erfahrung undurchdringbar“ (Lévy-Bruhl). Das gleiche ist beim Primitiven der Fall, welcher das Universum in Symbole verwandelt. Das Innere setzt sich ins Äußere fort, das Ich unterscheidet sich nicht vom Nicht-Ich. Lévy-Bruhl hat die Vermischung von innen und außen, von Ich und Welt und die fehlende Unterscheidung zwischen beiden immer wieder dargelegt. Im Praktischen benutzt der Primitive die Wirklichkeit vernunftsgemäß, aber er macht sie nicht zum Gegenstand seines Denkens. Für ihn sind die natürlichen Phänomene nur die Manifestationen einer hinter ihr vorhandenen übernatürlichen Welt. Die Dinge werden zum Vehikel einer mystischen Kraft, besser, sie sind diese Kraft selbst, denn im Unbewußten vermischt sich, wie Freud gesagt hat, das Symbol mit dem Symbolisierten. Auch das Kind unterscheidet Inneres und Äußeres nicht, es identifiziert das Wort mit dem Gegenstand.
Eine andere Besonderheit des Primitiven besteht darin, daß er Dinge, die ihn emotional nichts angehen, gar nicht als existent wahrnimmt. Je stärker der Affekt