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Ich möchte vorausschicken, welche persönlichen Fakten es sind, die mich zur Beschäftigung mit meinem Thema gebracht haben. Den Männern, die der Titel dieser Arbeit nennt — Martin Buber und C. G. Jung — bin ich beiden zu tiefstem Dank verpflichtet. Martin Buber ist für mich seit meiner Jugend der geistige Mentor gewesen. Nach flüchtigen Begegnungen schon in Deutschland, knüpfte sich in Palästina das persönliche Verhältnis, und in den letzten Jahren war es mir vergönnt, in einer intensiveren Weise in dieser Beziehung stehen zu dürfen. Auch meine literarische Bekanntschaft mit C. G. Jung reicht weit zurück; seit etwa anderthalb Jahrzehnten lese und studiere ich ihn — und über diese literarische Bemühung hinaus veranlaßte mich vor einigen Jahren eine innere Krise, in die praktische analytische Arbeit einzutreten, so daß mir die Jungsche Lehre und Methode in persönlicher Erfahrung vertraut wurde.
Sowohl von Buber wie von Jung stark beeindruckt — und dies keineswegs etwa bloß in einer theoretischen Sphäre — mußte ich auch die geistigen Spannungen, die zwischen den Erkenntnissen dieser beiden Männer bestehen, in mich aufnehmen. So war ich genötigt, die innere Auseinandersetzung, die sich aufdrängte, in mir selber zu vollziehen: eine Auseinandersetzung, die mein Weltbild und Lebensgefühl überhaupt neu gestaltete, und die mich veranlaßte, im besonderen über das Wesen der analytischen Psychologie nachzudenken, über ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen, und in einigen Hinsichten eine eigene Stellung einzunehmen. Die ersten Ergebnisse dieser Auseinandersetzung bringt diese Arbeit.
Der Gegensatz zwischen Buber und Jung ist kurz formuliert der, daß bei Buber der Mensch in der Beziehung zu seinem Gegenüber, bei Jung aber der Mensch in der Beziehung zu sich selbst das zentrale Lebensfaktum ist. Es wird unsere erste Aufgabe sein, diese gegensätzlichen Auffassungen selbst näher kennenzulernen.
Beginnen wir mit der Konzeption Martin Bubers. Wie