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Vom 11. bis 21. August findet in London, Central Hall, der erste große internationale Kongreß für „geistige Gesundheit“ in der Nachkriegszeit statt. (Es ist bemerkenswert, daß der Begriff „mental health“ im Deutschen durch keinen geläufigen Terminus übersetzbar ist. Auch „Psychische Hygiene“ ist — abgesehen von dem etwas fatalen Beigeschmack dieses Ausdruckes — keine vollwertige Übertragung.)
Der Kongreß ist in drei Abteilungen gegliedert: 1. eine Internationale Konferenz für Kinderpsychiatrie, 2. eine Internationale Konferenz für Medizinische Psychotherapie, 3. eine Internationale Konferenz für psychische Hygiene (mental hygiene).
Für die erste Konferenz ist das Hauptthema: Die Persönlichkeitsentwicklung in ihren individuellen und sozialen Aspekten unter besonderer Berücksichtigung der Aggression.
In vier Tagen werden folgende Themen von je verschiedenen Hauptsprechern erörtert: 1. „Normale und pathologische Beziehungen zwischen Aggression und affektiver Entwicklung.“ (Aggression in relation to emotional development, normal and pathological.) 2. „Die Aggression im Hinblick auf das Familienleben.“ (Aggression in relation to family life.) 3. „Psychiatrische Probleme bei der Erziehung.“ (Psychiatric Problems in the educational sphere.) 4. „Die Gemeinschaft und das aggressive Kind.“ (The community and the aggressive child.) Als Referenten sind vorgesehen: Anna Freud (England), Fred Allen (USA.), Nelly Tibout (Holland), Victor M. Fontes (Portugal), D. McCalman (England), Torsten Ramer (Schweden), J. Jadot de Croly (Belgien), L. Bovet (Schweiz), Gordon Stephens (Kanada), C. de Sanctis (Italien), George E. Gardner (USA.), Jean Dublineau (Frankreich).
Die Konferenz für Medizinische Psychotherapie hat zum Hauptthema: Die Schuld.
Auch hier sind vier Unterthemen gestellt: 1. „Die Schuldentstehung.“ (The genesis of guilt.) 2. „Die Schuld und die treibenden Kräfte seelischer Störungen beim einzelnen.“ (Guilt and the dynamics of psychological disorder in the individual.) 3. „Die Koll