You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
„Du meines Herzens Herrscherin („Regina“), eingeschlossen im tiefsten Verborgenen meiner Brust, in der Wurzel und Fülle meines Denkens, da wo es gleich weit ist zum Himmel und zur Hölle — unbekannte Gottheit! O kann ich wirklich den Erzählungen der Dichter glauben, daß man, wenn man zum ersten Male den geliebten Gegenstand sieht, sie lange vorher schon gesehen zu haben glaubt, daß alle Liebe wie alle Erkenntnis Erinnerung ist, daß auch die Liebe in dem einzelnen Individuum ihre Prophezeiungen hat, ihre Typen, ihre Mythen, ihr altes Testament … Daß ich die ganze Erde umschiffen müßte, um den Weltteil zu finden, den ich vermisse und den doch das tiefste Geheimnis meines ganzen Ich polarisch andeutet … Du blinder Gott der Verliebtheit! Soll ich finden, was ich suche hier in dieser Welt, soll ich die Konklusion erleben von allen exzentrischen Prämissen meines Lebens, soll ich Dich in meine Arme schließen — oder: lautet die Ordre weiter?“