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Als erster nahm zu diesem Thema der Reverend Thomas Gilby (vom Emmanuel College and Blackfriars, Cambridge) Stellung. Seine Ausführungen, die sich im wesentlichen an der Theologie Augustinus und Thomas von Aquins orientierten, rechtfertigte er mit dem einleitenden Vergleich, daß eine Diskussion über das Problem der Schuld ohne Berücksichtigung der Religion, einem Hamlet ohne Geist — oder sogar dem Geist ohne Hamlet gleiche. Er führte dann aus, daß die klassische Tradition des westlichen Christentums die Moral als einen integrierenden Teil der natürlichen Prozesse ansieht und in der Schöpfungslehre und der Lehre von der Erbsünde die archetypischen Konflikte der Menschheit behandelt.
Das Gefühl der Entfremdung entstehe in drei Ebenen: erstens in der Ebene der allgemeinen Bedingungen der Kreatürlichkeit. Gemeint ist damit die Erbsünde, die hier aber nicht so sehr als persönlicher Fehler, sondern weit mehr positiv als persönliche Bürde und Aufgabe betrachtet wird. Zweitens in der Ebene der biologischen Kräfte von Geburt und Tod im Organismus. Diese polaren Kräfte — die einander entgegengesetzt, sich aber nicht ausschließen wie Sein und Nichtsein — suchen ihr Gleichgewicht in der begründeten Realität. Und schließlich drittens in der psychophysischen Ebene, in der die Spannungen ihrer Extreme sich auswirken: einerseits die Suche nach Erkenntnis und Liebe — andererseits das Verschlungensein in die biologischen Triebe. Gegen die tragischen. Folgen dieser Verwicklungen gebe es kein Universalmittel, weder in magischer Form noch durch ein Leben „nach dem Gesetz“.
Dann wird der Unterschied zwischen Schuld im Sinne von Irrtum und Schuld im Sinne von Strafe aufgezeigt: der erstere Begriff entstamme der Moralwissenschaft, der letztere gehöre der Psychologie an. Auch der Sühne-Impuls wird zweifach gesehen: einerseits die Unterwerfung unter die Strafe, andererseits die Wiedergutmachung.
Die Erkrankungen und Symptombildungen, mit denen sich die psycholo