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Unter diesem Titel veröffentlicht der Autor klinische Vorlesungen aus den Jahren 1946 und 1947 in der ganz ursprünglichen Form, wie sie durch das Stenogramm und das Gedächtnis festgehalten wurden. Durch diese Art der Übermittlung spüren wir noch den ganzen Zauber, den die Vorstellung eines Kranken durch von Weizsäcker immer auf die Hörer ausübt. Das wird besonders deutlich an dem Einfall, den jede dieser Vorlesungen zu dem vorgestellten Patienten auszeichnet. Dieser Einfall ist das Besondere, Einmalige, das alle diese Stücke aus dem Rahmen aller klinischen Medizin, wie sie sonst an unseren Hochschulen gelehrt wird, heraushebt. Mit jedem dieser Einfälle wird eine Deutung versucht, die den betreffenden Fall in seiner psychosomatischen Struktur aufhellen soll und verständlich zu machen versucht.
Dabei wird, wie es dem Charakter des Erstrebten entspricht, das Schulmedizinische und Klinisch-Internistische weitgehend vorausgesetzt. Das rein internistische Krankheitsbild erscheint also nur mit einzelnen Stichworten und in groben Umrissen, doch immer so, daß der Leser die wesentlichen klinischen Charakteristica des Falles rasch übersieht. Dadurch wird eine Überlastung der Darstellung mit für das vorliegende Thema überflüssigen Daten vermieden und der Blick des Lesers für das Wesentliche, die psychosomatische Struktur, offen gehalten.
Der Inhalt dieser Stücke läßt sich in einer kurzen Besprechung nicht referieren. Dafür sind die einzelnen Abschnitte zu heterogen. Vor allem aber sind Inhalt und Form des Dargestellten so wenig voneinander ablösbar, daß eine einfache Aufzählung der Themata allein nichts vom Wesen dieses Buches vermitteln könnte. Es bleibt dem Referenten deshalb nichts anderes übrig als der Versuch, den Vorsprung anzudeuten, den diese Art der Anschauung und Behandlung von internistisch Kranken vor jeder anderen Darstellung hat. Dabei soll im voraus zu einigen Einwänden, die gegen diese Betrachtungsweise erwartet werden, Stellung genommen werden.
Was dem psycho-ther