You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Heutige Besinnung auf die Grundlagen unseres staatlichen und sozialen Lebens kann nicht umhin, sich mit dem Problem der Diktatur auseinanderzusetzen. Daß dazu auch die psychologische Betrachtungsweise Wesentliches beizutragen hat, wird klar, wenn wir uns an die Lebensdokumente der Diktatoren wenden, um Aufschluß darüber zu finden, was sie zu ihrem Erfolg goführt hat.
Der Autor der vorliegenden Schrift versucht an Hand von Freuds Schriften: Totem und Tabu und Massenpsychologie gemeinsame Züge in der Entwicklung einiger Diktatoren aufzuzeigen.
Leider enttäuschen seine Untersuchungen, trotz der sorgfältigen Beibringung der wesentlichsten Daten, da seine Darstellung eine wirkliche Vertiefung in die einzelnen Probleme vermissen läßt.
Eine Untersuchung über den in einer Revolution sich offenbarenden Zerfall des kollektiven Über-Ichs eines Volkes durch Enttäuschung an derherrschenden Klasse und den von ihr geschaffenen Lebensbedingungen und durch Sinnentleerung bisher anerkannter Werte kommt nicht darum herum, sich mit den geistigen Voraussetzungen und dem psychischen Klima des Volkes selbst eingehend zu befassen. Es geht nicht