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Gehört die Krise des dritten Lebeinsjahres zu den Lebenskrisen überhaupt? Krise heißt Entscheidung. Sie braucht Zeit zu ihrer Entwicklung. Sie hat einen Beginn, eine Entwicklung und einen Abschluß. In die eigentliche Krise gehörten die Zeitabschnitte der Prä- und Postkrise. In der Präkrise besteht ein Stadium verringerten Widerstandes, welches physio-psychologisene Störungen begünstigt. In diesem Klima entsteht die eigentliche Krise. Das be-, deutet eine revolutionäre Atmosphäre. Das Individuum stößt mit der Umgebung zusammen oder schließt sich von ihr ab. Seine persönlichen Interessen überwiegen die sozialen. Auf diese Haltung folgt dann die Reaktion und die Krise wird liquidiert. Es kommt zur Entscheidung, entweder erfolgt Anpassung und die Wiederherstellung eines neuen Gleichgewichts, bereichert durch Erfahrung und die Erwerbung gewisser Immunitäten, oder sie gelingt nicht und die Tür zu Abenteuer und Krankheit bleibt offen. Dieser skizzierte Verlauf einer Krise findet sich auf physiologischem und psychologischem Gebiet in der individuellen und kollektiven Entwicklung und in der Geschichte der Menschen und der Gesellschaft.
Über Art und Zeit der Krisen steilt der Verfasser vier Gesetze auf:
Jeder Lebensabschnitt (Kindheit, Reife, Alter) kann als Entfaltung und Liquidation einer primären Krise auf gefaßt werden.
Die Entfaltung bewegt sich von einem elementaren biologischen Pol zu einem psychologischen und sozialen.
Die Differenzierung und Sublimie-rung erfolgt in Rhythmen mit der Tendenz zu sekundären Krisen.
Die Wichtigkeit dieser Manifestationen nimmt von der Kindheit zum Alter dauernd ab.
Anschließend erfolgt eine Analyse der Kindheitskrisen. Eine große Bedeutung hat das Alter von sieben Jahren. Es ist die Zeit, in der die Knaben früher den Männern übergeben wurden. Auch beginnt die intellektuelle Entwicklung und die Unterweisung in Religion. Je weiter nun die Psychologie in die frühe Kindheit vorstieß, desto größere Bedeutung wurde dem Alter von d