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Die als soziale Therapie bezeichnete Seite der klinischen Psychologie entwickelt sich parallel zu den sozialen Umwandlungen unsrer Zeit. Im Zusammenhang damit steht die sozialpolitische Bedeutung des ärztlichen Urteils über die Arbeitsfähigkeit des Kranken. Der ursprüngliche Begriff der Arbeitsfähigkeit wird dabei mehr und mehr durch den der Leistungsfähigkeit ersetzt. Die Verfasser erläutern die grundsätzlichen Unterschiede durch die Etymologie der Begriffe. Sie zeigen, daß Arbeit lediglich ein Mittel zum Erwerb ist, während es bei der Leistung um den Einsatz der Persönlichkeit geht. — Folgerungen sozialpsychologischer Art sind dann: die Fragen, ob ein neurotisch Kranker, mit oder ohne ernstere Defekte, in einer seiner Persönlichkeit gemäßen spezifischen Berufsleistung steht; ferner die Aufmerksamkeit, jemandem die „richtige“ Berufswahl zu ermöglichen, um einen großen Teil der Fehleinstellungen zum Beruf zu vermeiden; die Ermöglichung der Kompensation unerfüllter beruflicher Wünsche durch eine entsprechende nebenberufliche