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Diese Arbeit scheint die in den ersten Jahrgängen des Nervenarztes so verheißungsvoll begonnene und auch heute im Untertitel weiterversprochene besondere Berücksichtigung der psychosomatischen Beziehungen fortzuführen. Einige einleitende skizzenhafte Krankengeschichten, in denen sich organneurologische Erkrankungen in unmittelbarem Anschluß an offensichtliche seelische Erschütterungen ausbildeten, illustrieren die klinische Bedeutung des Zusammenhangs und wollen, ohne Anspruch auf theoretische Beweiskraft vorschnelle landläufige Deutungen abwehren. Die Ausdrucksgemeinschaft physiologischer und pathologischer Reaktionsformen wird mit einigen Symptomen wie Zittern, Blasenstörungen, Sprachstörungen, Tonusverlust und Tonussteigerung, Anfällen mit Bewußtlosigkeit beschrieben und ihr Ausdrucks-gehalt im Beginn vieler neurologischer Erkrankungen wie Parkinsonismus, multiple Sklerose, Aphasien und bulbäre Erkrankungen, Narkolepsie, Querschnittslähmungen und epileptische Anfälle als psychologisch verständlich gedeutet. Bei diesen Symptomen komme dem psychischen Moment eine mitbestimmende Rolle im Sinne einer Provokation, einer Vorverlegung der Manifestation und einer affektiven Betonung gerade dieser Symptomwahl zu. Bemerkenswert sind die berichteten Beobachtungen von Epileptikern, bei denen umgekehrt eine „konstante Lebensbedrohung“ im kriegerischen Einsatz oft moliate- und jahrelang die Anfälle hintan hielt. An wichtigen Einbruchspforten des Seelischen ins Körperliche werden der Kreislauf (Epilepsie, Hirnblutungen, Hirnembolien, bei welchen auch über die Thrombosebereitschaft des Blutes seelische Einwirkungen möglich sind), Änderungen der Immunitätslage (für die entzündlichen Erkrankungen des ZNS), die endokrinen Drüsen und das vegetative System