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Als ich zu dieser Tagung fuhr, war ich darauf gefaßt, immer noch mit einer grundsätzlichen Ablehnung jener Auffassung von Pathogenese rechnen zu müssen, die — aus der psychoanalytischen Neurosenlehre hervorgegangen — in der psychosomatischen Medizin zum Forschungsgeigenstand geworden ist. Ich hätte in diesem Fall resignierend an den auf Aristoteles zurückgehenden Satz erinnert: Contra negantem principia alieuius scientiae non est disputandum in illa scientia. Nachdem ich aber die Herren Diskussionsredner langehört habe, bin ich erleichtert, weil offenbar dieser Satz als abschließende Feststellung nicht am Platze ist.
Wenn ich die Voten überblicke, so scheint es mir, daß man mehr daran interessiert ist, die Grenzen der Gültigkeit einer Krankheitsauffassung abzusehen, die das menschliche Subjekt in die wissenschaftliche Betrachtung einbezieht, als daran, die Berechtigung dieser Einbeziehung generell zu bestreiten. Nun ist dieses Thema, wie ich mir ja in meinem Referat anzudeuten erlaubt habe, von größter Bedeutung für die psychosomatische Medizin. Seine Lösung wird erst näherrücken, wenn wir ungleich ausgedehntere kasuistische Erfahrungen besitzen, als dies heute der Fall ist. Und weil es vorerst darauf