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Die vorliegende Arbeit ist mit freundlicher Genehmigung des Autors und der American Psychological Association der Zeitschrift „Psychological Bulletin“, Vol. 44, No. 4, July 1947, entnommen.
Wir halten es vor allem deshalb für angezeigt, die Leser unserer Zeitschrift mit der Arbeit bekannt zu machen, weil sie in Form eines Sammelreferates einen weiten Überblick über die Amerikanischen Publikationen auf dem Gebiet der angewandten Psychotherapie gibt. Trotzdem wird der Leser sich rasch davon überzeugen, daß der durchaus pragmatische Standpunkt, von dem aus der Autor die ihm vorliegende Literatur wertet, den Zielen unserer Zeitschrift eigentlich recht fremd ist. Die Beurteilung erfolgt aus der Sicht des klinischen, jedoch medizinisch nicht ausgebildeten Psychologen, einer in unserem Sprachkreis unbekannten Berufsgruppe. Daß mit der Psychoanalyse im engeren und mit der Tiefenpsychologie im weiteren Sinn grundsätzliche Probleme anthropologischer Natur gesiellt sind und daß um neue Wissenschaftskriterien gerungen wird, ist aus diesem Referat nirgends ersichtlich. es wird aber für den Leser doch von Interesse sein, durch Snyders Referat — und eben auch durch die Art seines Referierens — einen Einblick in den Umfang und eine Reihe von Problemstellungen der heutig en Amerikanischen praktischen Psychotherapie zu gewinnen und zu sehen, zu Welch erstaunlicher Vielgestaltigkeit sich dort die therapeutische Arbeit entwickelt hat.
Die leider nur gelegentlich angegebenen Zahlen untersuchter und behandelter Fälle sind eindrucksvoll genug, ebenso ist es die offizielle Anwendung und Anerkennung,
Page 401Die eine Reihe von psychotherapeutischen Methoden — alle ohne die Voraussetzung der Psychoanalyse undenkbar — in den weiten Gebieten der Versorgung aus dem Kriegsdienst entlassener oder kriegsbeschädigter Soldaten, innerhalb der Armee selbst, in großen Industriekonzernen und an Hochschulen gefunden hat. Erstaunlich war uns, daß eine Reihe von therapeutischen Richtungen, wie etwa die