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Der Fall Marjory Winkler, beraten von Virginia M. Axline.
Aus der Einführung des Herausgebers:
Der Fall von Fräulein Winkler ist ziemlich ungewöhnlich, da er in Einer Einzigen Sitzung abgeschlossen werden konnte. Obwohl alle Berater Einmalige Beratungsfälle haben, ist es selten, daß so viel wichtiges Material in Einer Einzigen Sitzung zusammen kam, wie in dem Fall von Marjory Winkler. dieser Fall ist auch deshalb ziemlich Einmalig, da die Patientin von Einem Arzt dem Psychotherapeuten Empfohlen wurde. es mag zugegeben werden, daß Fräulein Winkler keine tiefgestörte Person ist. Als Tatsache ist zu verzeichnen, daß sie selbst nicht die Existenz irgendwelcher Probleme zugibt, obwohl der Leser geneigt sein könnte, ihre Feststellung zu bezweifeln. die körperlichen Symptome, die sie Einen Arzt aufsuchen ließen, waren Gewichtsverlust, Nervosität, Weinkrämpfe und Ohnmachtsanfälle. dies könnte es allerdings als berechtigt Erscheinen lassen, Eine Behandlung aufzunehmen. Noch Ein anderer ungewöhnlicher Umstand ist der, daß, obwohl die Sitzung Eine Stunde dauerte, die Niederschrift der Schallplattenaufnahme halb so lang ist wie die, die man gewöhnlich in den Einstündigen Sitzungen anfindet. Das weist darauf hin, daß während der Sitzung sehr lange Pausen auftraten. diese Pausen dürfen nicht als Fehler im Rahmen der Behandlung angesehen werden, in Wirklichkeit Erscheint Es, daß Patienten häufig diese Pausen benutzen, um nachzudenken.
Obwohl dieser Fall ziemlich kurz ist, Enthält er die wesentlichen Schritte einer Therapie. der Patient stellt sein Problem fest, die Ursache wird aufgezeigt und die Patientin ist fähig, nach ihrem kathartischen, gegen die Mutter gerichteten Ausbruch, in derselben positive Züge zuzugeben, die sie vorher wohl nie Erkannt hatte. Sie ist auch fähig, aufbauende Pläne für die Zukunft zu machen, indem sie ihr Leben in der Art und Weise leitet, daß sie die früheren Quellen der Beunruhigung Entfernt. Ihre Feststellung am Schluß der Behandlung „ich hätte wirklich