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In dem vorliegenden Buch „Counseling and Psychotherapy“ Entwickelt der Verfasser Carl R. Rogers die Methode des in Amerika außerordentlich verbreiteten und fast populären „Counseling“ in ausführlicher Darstellung, — Eine Methodik, die am besten mit „erhellender Aussprache“ wiederzugeben ist.
Diese Methode, — zu der Menschen in schwierigen Lebenslagen Zuflucht suchen, seien es Eltern, die in der Erziehung ihrer Kinder scheitern, Eheleute in konfliktreicher Situation, Studenten mit Minderwertigkeitskomplexen, Ar-beiler, Angestellte und leitende Persönlichkeiten der Industrie und des Finanzwesens und so weiter, — wäre zwar ohne die Psychoanalyse Freuds nicht Entstanden, hat mit dieser jedoch nur noch die Form der freien Aussprache gemeinsam.
In den allermeisten Fällen handelt es sich nicht um vollentwickelte Neurosen, sondern um „Grenzfälle“, die den „Counselor“ aufsuchen; um jene Reaktionsformen, die im Leben sehr häufig sind, und denen seitens der klassischen Psychoanalyse vielleicht zu wenig Beachtung geschenkt worden ist. Demzufolge steht im Mittelpunkt der Behandlung nicht die Traumdeutung, Assoziationsbildung, Kindheitstrauma und Entwicklung des Patienten — diese werden überhaupt nicht mehr berücksichtigt und angewandt — sondern lediglich Eine Art freier Aussprache, die dem Patienten Erlauben soll, sich über seine Probleme klar zu werden.
Im Gegensatz aber zu der Methode des „Directive Counseling“, der richtungweisenden oder vorwiegend beratenden Aussprache — zu deren Entschiedenen Gegnern der Verfasser zählt — sucht das „non-directive counseling“ den Patienten weder zu beraten noch zu irgend etwas anzuhalten, noch behauptet der „counselor“ die Eigentlichen Ziele des Patienten zu kennen; dieser soll vielmehr in der Erkenntnis der ihn beschäftigenden und bewegenden Probleme reifen, sich integrieren, um dann im Vollzug Einer tief Ereneinsicht sich selbst zu erkennen und sich selbst zu bejahen.
Zu der freien Aussprache (in der vor allem der Patient, weniger der Therapeu