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Die meisten Neurosen beeinflussen in irgendemer Weise unser Arbeitsleben. Dieser Aufsatz soll sich mit Schädigungen der Arbeitsfähigkeit befassen, die unmittelbar auf neurotische Störungen zurückgehen. Nicht dagegen sollen hier die Schwierigkeiten besprochen werden, die durch wirtschaftlichen Druck entstanden sind, auch nicht solche, die mit besonderen kulturellen Einstellungen zusammenhängen; ebensowenig kommen hier Schädigungen der Arbeitsfähigkeit in Frage, die sich nicht eigentlich auf die Arbeit selbst, sondern vielmehr auf gestörte mitmenschliche Beziehungen zurückführen lassen.
Der Umfang neurotischer Arbeitsschwierigkeiten ist groß. Da ist der Mann mit der erstaunlichen Arbeitskraft und den schier unerschöpflichen Energien, aber die Qualität seiner Arbeit bleibt weit unterhalb seiner wirklichen Möglichkeiten. Da sind die Menschen, die wahnsinnig arbeiten und jede Stunde, die sie nicht der Arbeit widmen, als verlorene Zeit betrachten. Da sind die vielen, die sich nicht konzentrieren können. Da sind die Begabten, die eine Beschäftigung nach der anderen aufnehmen, mit Begeisterung beginnen, aber sehr rasch erlahmen. Dann sind da solche, die sich gelegentlich anstrengen, es aber an Ausdauer fehlen lassen; wieder andere, die ihre Energie in verschiedenen Richtungen zersplittern; schließlich solche, die erfüllt sind von glänzenden Ideen und Plänen, sie aber niemals zur Ausführung bringen.
Seelische Nöte jeder Art können mit der Arbeit zusammenhängen: Von Anstrengung und Erschöpfung bis zu Angst und offener Panik. Solche Nöte können sowohl während des Arbeitsverlaufs wie auch bei Leistungen in der Öffentlichkeit auftreten. Die Arbeitsfähigkeit kann endlich von starren Bedingungen