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„Niemals wird eine Anthropologie ihren Namen verdienen, welche versäumt, auch das gewaltige Feld der kulturellen Sphäre des Menschen methodisch zu durchforschen“, wobei der Hauptakzent auf dem Wort „methodisch“ ruht. Aus dieser Grundeinsicht heraus ist die „Kulturanthropologie Rothackers, welche der Verfasser einmal als sein bestes Buch bezeichnet hat, geschrieben. Rothacker sieht die dringlichste Aufgabe der Anthropologie darin: ihre bisherigen Begriffe vom Menschen durch methodische Einstellung auf den Menschen als Kulturträger zu ergänzen.
Der erste Grundsatz lautet: Der Mensch ist ein handelndes Wesen. Handlungen aber können ohne Beziehung auf eine Lage, mit der sie sich auseinandersetzen, gar nicht verstanden werden. Handeln heißt also niemals so viel wie ziellos und gegenstandslos handeln. Handeln ist nie ohne ein „Nicht-Ich“. Das Grundgefüge des menschlichen Verhaltens bleibt die Ausrichtung auf eine zu meisternde Lage. Jede Lage erzeugt aber Stellungnahmen, jede Lage enthält die unentrinnbare Notwendigkeit des Entscheidens. Und so stellt sich das Leben als eine lückenlos pulsierende Folge von Entscheidungen dar. Es wird aber entschieden: stets und ebenfalls unentrinnbar alternativisch, das heißt jeweils