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Um die Mitte der dreißiger Jahre schrieb Professor Lancelot Hogben von der Universität Birmingham sein Buch „Mathematics for the Million“, das im Sturm den großen Kreis all derer eroberte, die ihren Drang nach mathemathischem Wissen weder in der Schule noch auf der Universität hatten stillen dürfen. Die Besprechungen des Werkes,
das bald auch in andere Sprachen übersetzt wurde, waren fast ausnahmslos anerkennend. Tatsächlich hatte der Verfasser bewiesen, daß es möglich ist, den fachlich unbeschwerten Leser in die verschiedenen Zweige der mathematischen Wissenschaft mit relativer Leichtigkeit einzuführen, ja ihm sogar einen Einblick in die höhere Problematik zu vermitteln. Ganz ohne eigenen Kraftaufwand allerdings ging die Lektüre für den Leser nun doch nicht ab. Und niemand wird sich darüber wundern, denn das alte Wort Euklids an den wißbegierigen Ptolemäerkönig gilt sicherlich heute nicht minder als vor zweitausend Jahren: „Es gibt keinen königlichen Weg zur Geometrie“.
Durch seinen großen und berechtigten Erfolg ermutigt, ließ Hogben nicht lange darauf ein zweites allgemeinverständliches Werk des Titels „Science for the Citizen“ folgen, dessen Ziel noch erheblich höher gesteckt war. Auch hier waren die Besprechungen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, des Lobes voll. Gut ein Jahrzehnt nach dem Erscheinen des englischen Originals hat sich nun der junge, äußerst rührige Züricher Artemis-Verlag, dem wir schon eine beachtliche Reihe wichtiger Veröffentlichungen verdanken, der schwierigen Aufgabe unterzogen, eine deutsche Ausgabe des letzteren Werkes herauszubringen.
Zwiefach — fast möchte man sagen zwiespältig — ist die Aufgabe, die sich der immens gebildete und beschlagene Verfasser hier gestellt hat: Er will dem Leser, bei dem er wiederum keinerlei Vorkenntnisse — auch nicht etwa die Kenntnis seines mathematischen Einführungswerkes — voraussetzt, einen zuverlässigen Überblick über die Entwicklung sämtlicher naturwissenschaftlicher Disziplinen von den Uranfängen bis zu